1. Studium
  2. Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
  3. Erste Regiearbeit
  4. Gastiertätigkeit
  5. Freischaffende Musiktheater- Regisseurin
  6. Spieloper
  7. Exoten
  8. Operette
  9. Kinder- und Jugendtheater
  10. Musical









Studium

Die Musiktheaterregisseurin Anette Leistenschneider wurde in Saarlouis geboren, wuchs nahe der französischen Grenze im Saarland auf, legte dort ihr Abitur mit den Leistungsfächern Französisch und Englisch ab und begann ein Studium mit Germanistik im Hauptfach und den Nebenfächern Musikwissenschaften, Kunstgeschichte und Italienisch.

Von 1985 bis 1990 legte sie eine private Gesangsausbildung bei der Gesangspädagogin Hildegard Schaefer in Saarlouis ab.

Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Noch während ihres Studiums hospitierte sie am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken und wurde bald als Regie- Assistentin und Abendspielleiterin engagiert.

Sie assistierte dort u.a. Regisseuren wie Philipp Himmelmann, Georges Delnon, Grischa Asagaroff, Guy Montavon, Kirsten Harms und Marc Adam.

Erste Regiearbeit

In ihrer zweiten Spielzeit als Assistentin legte sie dort ihre erste Regiearbeit, "DER TRIUMPH DER EHRE" von A. Scarlatti, ab. Bald darauf wurde sie von den Musikfestspielen Saar eingeladen, mit dem Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München eine Mendelssohn- Oper sowohl als Bühnenstück als auch für eine TV- Aufnahme zu inszenieren. "DIE BEIDEN PÄDAGOGEN" wurden im Juni 1989 daraufhin vom Fernsehen aufgezeichnet und kamen zu einer überregional beachteten Aufführung in Saarbrücken.

Im Laufe ihrer Assistenzzeit am Saarländischen Staatstheater inszenierte sie dort weitere Opern, u.a. "DER LEUCHTTURM" von P.M. Davies, "DER FISCHER UND SEINE FRAU" von O. Schoeck, "DAS TRAUMFRESSERCHEN" von W. Hiller und "DER KAISER VON ATLANTIS" von V. Ullmann. Aufgrund heftigen Drängens Anette Leistenschneiders und der Dirigentin Cali Cortbus wurde vom Schott- Verlag basierend auf dem unbearbeiteten Autograph der Ullmann- Oper neues Notenmaterial erstellt so dass diese Arbeit zu einer Uraufführung wurde.

Gastiertätigkeit

Im Jahre 1995 begann die damals noch als Assistentin engagierte Anette Leistenschneider ihre rege Gastier- Tätigkeit. Nach "DAS HIMMELSKLEID" von E. Wolf- Ferrari am Theater Hagen folgte am Opernhaus Kiel "HÄNSEL UND GRETEL" von E. Humperdinck. Diese Inszenierung gefiel am Landestheater Detmold so gut, dass sie dort für eine Adaption engagiert wurde (1996).

Freischaffende Musiktheater- Regisseurin

Im Jahr 1996 entschied sie sich zur Beendigung ihrer Assistenzzeit und arbeitet seitdem als freischaffende Musiktheater-Regisseurin.

Nach dem großen Erfolg bei Presse und Publikum wurde sie im Laufe der nächsten Jahre zu weiteren vier Produktionen nach Detmold eingeladen und inszenierte dort nach der "GESCHICHTE VON AUCASSIN UND NICOLETTE" von G. Bialas "MARGARETHE" von Ch. Gounod, "RUSALKA" von A. Dvorak und "DON PASQUALE" von G. Donizetti.

Ebenfalls aufgrund des großen Erfolges ihres "HÄNSELS" wurde sie erneut vom Opernhaus Kiel eingeladen; dieses Mal inszenierte sie den sowohl in der regionalen Presse als auch in den überregionalen Fachzeitschriften hoch gelobten "IDOMENEO" von W.A. Mozart.

Spieloper

Anette Leistenschneiders besondere Liebe gilt einerseits der Spieloper - in den nächsten Spielzeiten folgten am Stadttheater Giessen O. Nicolais "LUSTIGE WEIBER VON WINDSOR", "LA CENERENTOLA" von G. Rossini am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, wohin sie als Gast für diese Inszenierung zurückkehrte, "ZAR UND ZIMMERMANN" von A. Lortzing am Theater der Stadt Heidelberg und der "DER BARBIER VON SEVILLA" auf deutsch in beim Sommerfestival "Oper im Zelt" in Merzig/ Saar und danach auf italienisch am Lübecker Theater.

Exoten

Andererseits liegt ihr Interesse auch bei den Stücken, die eher zu den "Exoten" in den Repertoires der Theater zählen.

So inszenierte sie 1997 am Theater der Stadt Koblenz M. Nymans "DER MANN, DER SEINE FRAU MIT EINEM HUT VERWECHSELTE", später am Staatstheater Mainz die Hidalgo - Oper "DES KAISERS NEUES KLEID" und am Theater Augsburg P.I. Tschaikowskys "EUGEN ONEGIN", der ebenfalls große überregionale Beachtung fand.

Operette

Durch ihre erfolgreichen Arbeiten im Bereich der Spieloper bekannt geworden, wird sie seit 2000 auch immer wieder eingeladen, Operette zu inszenieren. Dazu gehören an der Landesbühne Hannover "DAS WEISSE RÖSSL", an den Städtischen Bühnen Osnabrück "DIE FLEDERMAUS" und am Stadttheater Giessen "EINE NACHT IN VENEDIG".

Kinder- und Jugendtheater

Als kleinere Produktionen in den Jahren 1996- 1999 wurden an dem dem Saarländischen Staatstheater angeschlossenen Kinder -und Jugendtheater Überzwerg ihre Deutsche Erstaufführung des schwedischen Kindermusicals "KATZEN" von G. Edander und die Uraufführung "BOHUWATOHU" von P. Siefert gefeiert. Im Bereich Musiktheater für Kinder folgten H. Krasas "BRUNDIBAR" als freie Produktion und als Musical an der Landesbühne Hannover "DER ZAUBERER VON OOS" nach einer Vorlage von F.L. Baum.

Musical

Einen ebenfalls äußerst erfolgreichen Ausflug ins Musical machte sie mit der "ROCKY HORROR SHOW" für das Sommerfestival "Oper im Zelt" in Merzig/ Saar.